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Die Heuschrecken Salzburgs
I. Illich, S. Werner, H. Wittmann, R. Lindner
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Art-Nr. 02060100006
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Verein Haus der Natur – Museum für Natur und Technik Salzburg (Hrsg.)

Seit über 20 Jahren erforschte Inge Illich vom Haus der Natur die Heuschrecken Salzburgs. Zusammen mit Sabine Werner, Helmut Wittmann und Robert Lindner hat sie die Ergebnisse ihrer Arbeiten nun in Buchform als erster Band der „Salzburger Naturmonographien“ unter dem Titel „Die Heuschrecken Salzburgs“ zusammengefasst.

Das Buch beinhaltet auf 256 Seiten einen geographischen Überblick über das Land Salzburg, eine Einführung in die Biologie der Heuschrecken und ihrer Besonderheiten, eine kurze Historie über die Heuschreckenforschung in Salzburg und – als Hauptteil – eine umfassende Darstellung der in Salzburg vorkommenden Arten mit beeindruckenden Fotos und detaillierten Verbreitungskarten. Ein eigenes Kapitel über die „Hot Spots der Heuschrecken in Salzburg“ geht auf Gebiete ein, die aus Sicht dieser Tierartengruppe von herausragender Bedeutung sind. In abschließenden Kapiteln wird die Gefährdung dieser Tiergruppe und die für ihren Schutz notwendigen Maßnahmen präsentiert.
Obwohl Heuschrecken ihren Verbreitungsschwerpunkt in trockenwarmen Gebieten besitzen, kommen im niederschlagsreichen und gebirgigen Salzburg immerhin 57 verschiedene Arten vor. Diese reichen von der wenige Millimeter „kleinen“ Dornschrecke über die etwas größeren Grashüpfer und Grillen bis hin zum „Heupferd“ mit fast 10 Zentimeter „Flügelspannweite“! Die meisten Arten kommen im Alpenvorland und hier vor allem im Salzburger Becken vor, doch gibt es unter den Heuschrecken auch echte „Hochalpinisten“, die ausschließlich in den Gebirgsmassiven der Hohen Tauern vorkommen. Bei einigen Arten, wie der Kärntner Gebirgsschrecke oder von Nadigs Alpenschrecke sind die Salzburger Vorkommen Teil kleiner auf den Ostalpenraum beschränkter Gesamtareale – diese Arten treten weltweit nur hier auf!
Dramatisch ist die Gefährdungssituation der Salzburger Heuschrecken! Zwei Arten sind in Salzburg vollkommen ausgestorben und nur etwa ein Viertel der heimischen Arten unterliegt keiner Gefährdung. Mehrere Arten besitzen nur mehr kleine Restvorkommen und werden wohl oder übel in den nächsten Jahren aussterben wenn nicht durch entsprechende Hilfsmaßnahmen gegengesteuert wird. Die Ausführungen zur „Roten Liste“ machen uns erst bewusst, dass wir in vielen unserer Wiesen bereits jetzt keine Grille mehr hören und uns dort kein Heupferd mehr „schreckt“.
Die „Hot Spots“ der Salzburger Heuschreckenarten sind mehr oder weniger über das gesamte Land verteilt, liegen jedoch schwerpunktmäßig in Schutzgebieten; die Bedeutung dieser nicht oder nur extensiv vom Menschen genutzten Gebiete für den Erhalt des Naturreichtums in Salzburg wird dadurch erneut unterstrichen.


bibliografische Angaben: 2011. 256 S., zahlr. Farbfotos und Verbreitungskarten, kart.
Verlag: Verlag Haus der Natur
Anmerkungen: Salzburger Natur-Monographien Bd. 1
 

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